CKC-Chronik

Chronik des Coswiger Karneval Club e.V.

Am 15. Oktober 1979 wurde der Coswiger Karneval Club im Zusammenhang mit der Veranstaltungsreihe „Heitere Muse“ gegründet. Am 11.11.1979 marschierten zu schmissiger Blasmusik 17 junge Damen der Funkengarde, 11 Minister mit ihrem Präsidenten Wolfgang Binnewald (Gründer des CKC) sowie die Hoheiten Prinz Matthias I. und Prinzessin Bettina I. ins Coswiger Klubhaus ein. Diese gelungene Überraschung hat eine Bedarfslücke in Coswig geschlossen und war der Beginn einer neuen Tradition.
Die zweite Saison startete am 11.11.1980 mit einem Umzug zum Rathaus, wo das Prinzenpaar umgeben von Funkengarde, Elferrat und Polizeitruppe von Bürgermeister Fredo Kocourek die Regentschaft übernahm. Der närrische Schlachtruf CKC – HE – HE – HE erklang hier zum ersten Mal. Fester Bestandteil des Programms wurden die Tombola und die Kostümprämierung. Karnevalistische Dekoration, lustige Einlagen und die Funkengarde sorgten für gute Stimmung. Das „Heiratskabinett“ fand viele Jahre besonderen Zuspruch. Die Karnevalskappen für die Minister hatte Wolfgang Binnewald persönlich in Thüringen abgeholt. Viele Coswiger Händler und Gewerbetreibende sowie die Stadtverwaltung unterstützten von Anbeginn die Aktivitäten des CKC.
Am 3. Februar 1985 war Coswig Gastgeber für die 4. Bezirkskarnevalschau. Über 400 Teilnehmer nahmen mit Pauken und Trompeten in farbenprächtigen Kostümen an einem Umzug durch Coswig teil. In der Börse wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten.
In der dritten Saison hatte der CKC bereits 50 Mitglieder und nahm schon am traditionellen Umzug in Radeburg teil. Seitdem ist die Teilnahme am Radeburger Faschingsumzug für die Coswiger selbstverständlich und ein schöner Höhepunkt in der Faschingssaison.
Der Karnevalspräsident Wolfgang Binnewald übergab das Zepter 1989 an Matthias Schiffmann, welcher den CKC über die vielen Widrigkeiten der Nachwendezeit hinweg zusammenhielt und mobilisierte. Zehn Jahre lang standen dem CKC die Volker Schmidt Combo und die Blaskapelle Willi Weihrauch zur Seite und sorgten für stimmungsvolle Musik.
Auf Grund von Sanierungsmaßnahmen in der Coswiger Börse musste Anfang der 90er Jahre in die Spitzgrundmühle bzw. nach Radebeul in die „Völkerschänke“ (Kulturhaus Völkerfreundschaft Lößnitzgrund) ausgewichen werden. Dabei war ein hoher Transportaufwand für Kulissen und Gerätschaften zu bewältigen. Die Närrinnen und Narren blieben trotzdem treu. Zunehmend mussten neue Mitglieder gewonnen werden, da sich die älteren Vereinsmitglieder in den wohlverdienten Ruhestand begaben. Viele sind heute noch Ehrenmitglieder des Vereins.
Seit 1995 bereitet eine Kinderfunkengarde und ein Kinderprinzenpaar der jeweiligen Saison den Gästen viel Freude. 1998 erschien unsere Vereinshymne auf CD und die eigene Homepage ist seit dieser Zeit im Internet unter www.karneval-coswig.de zu finden. Der Frauenrat zeigte sich erstmals in 11 einheitlichen Uniformen und unterstützte die Organisation des Vereinslebens und übernahm wichtige Tätigkeiten im Programm, bei der Werbung und der Öffentlichkeitsarbeit sowie bei der Anfertigung von Dekorationen und Kostümen.
Das 20jährige Jubiläum 1999 wurde mit besonders viel Liebe und Engagement vorbereitet. Alle ehemaligen Prinzenpaare wurden zur Jubiläumsveranstaltung eingeladen und sind nochmals einmarschiert. Die Sonderveranstaltung mit dem „Schauorchester Ungelenk“ auf dem Narrenschiff des CKC bleibt allen Vereinsmitgliedern sowie den Gästen der Veranstaltung in guter Erinnerung.
Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der Guggenmusik-Gruppe „Schwamifanten“ aus der Schweiz. Allein die Organisation und das Aufbringen der finanziellen Mittel stellten eine Herausforderung an den Präsidenten und das Festkomitee dar. Die Auftritte der „Schwamifanten“ sowohl bei der Abendveranstaltung des CKC, bei anderen Vereinen an diesem Abend und die Teilnahme am Umzug in Radeburg waren grandios und einmalig. Die gute Stimmung und der gemeinsame Spaß krönten die 20. Saison und blieben bei allen im Gedächtnis als das ultimative Faschingshighlight.
Nach dieser gelungenen Saison übergab Matthias Schiffmann die Geschäfte des Vorstandes an Dirk Thiele und wurde Ehrenpräsident des Coswiger Karneval Club.
Im Jahr 2001 verstarb unser Alterspräsident und Gründer des Vereins Wolfgang Binnewald, die Ehrenmitglieder Bernd Engelmann und Peter Franz wurden zuvor auf ihrem letzten Weg begleitet.
Von 1999 bis 2001 stand Dirk Thiele als Präsident dem Vorstand des CKC vor. Im Jahre 2002 wurde Rainer Kretzschmar zum Vorsitzenden und Präsidenten des Vereins gewählt und übte dieses Amt verantwortungsvoll bis 2009 aus. Im Jahr 2010 übernahm Olaf Urbig das Präsidentenamt und ab 2013 wurde Uwe Müller zum Vorsitzenden und Präsidenten des CKC gewählt.
Die Vereinsfarben des CKC sind Rot, Schwarz und Weiß. Die Uniformen und Kappen sind dementsprechend gestaltet. Eine Kleiderordnung regelt den Auftritt der Mitglieder zu den Abendveranstaltungen und anderen Anlässen.
Alle Vereinsmitglieder tragen ehrenamtlich in monatelanger Vorbereitung dazu bei, das originelle Bühnen- und Saaldekorationen entstehen, neue Kostüme genäht sowie neue Programmeinlagen und Tänze einstudiert werden. Es gibt Arbeitsgruppen für Tanz, Technik und Werbung als auch für das Programm und den Wagenbau. Mit ihrer uneigennützigen und ehrenamtlichen Arbeit bereiten die Mitglieder jährlich die Höhepunkte der 5. Jahreszeit vor und begeistern in zahlreichen Veranstaltungen unzählige Karnevalsfreunde.
Außerhalb der Saison beteiligen sich die CKCler an Festivitäten der Stadt, so z.B. am Festumzug zum Jubiläum der Gemeinde Sörnewitz im Jahr 2005 und am Festumzug „1000 Jahre Brockwitz“ im Jahre 2014. Gern gesehen sind die lustigen Einlagen des Vereins auch zu den jährlichen Stadtfesten oder vielen privaten Feierlichkeiten. Sowohl bei Kindern, als auch bei unseren Senioren und natürlich auch im Wohnheim für Behinderte verbreiten die Karnevalisten gleichermaßen jedes Jahr den Frohsinn zur närrischen Zeit.
Auch das Vereinsleben kommt nicht zu kurz. Fast schon traditionell wurden in den letzten Jahren zur Sommerzeit Bootstouren auf der Elbe durchgeführt. Weihnachtsfeiern und die Teilnahme an Jubiläumsveranstaltungen befreundeter Vereine stehen in jedem Jahr auf dem Arbeitsplan. Gern erinnern sich die Mitglieder auch an das Jubiläum in Laußnitz, wo fast der gesamte Verein in Zelten ein Wochenende lang auf dem Festgelände übernachtete und den Spaß auf seiner Seite hatte.
Gegenwärtig hat der CKC über 80 Mitglieder.
Beste Voraussetzungen für die Durchführung der närrischen Feste bestehen im Großen und Kleinen Saal der Börse. Der CKC ist ein fester Bestandteil im Coswiger Kulturleben. Die Stadt Coswig unterstützt den Verein jährlich mit einer Kulturförderung, wofür wir sehr dankbar sind.